Was willst du nicht?: Klar und bewusst kommunizieren


Sich im Web zu positionieren heisst auch, sich und anderen klar und bewusst sagen zu können, was das Angebot ist und was alles darin enthalten ist. Viele meiner Kundinnen und auch ich, haben zu Beginn grosse Mühe, wirklich zu definieren, was und wie sie es wollen. Doch was sie nicht (mehr) wollen, das ist ganz klar. Also, warum nicht damit beginnen?

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Als ich mich vor über 4 Jahren zu 100% selbstständig gemacht habe, wusste ich noch nicht, wo es mich hinführen wird und was genau ich machen werden. Doch ich wusste, dass ich auf meinem gelernten Job aufbauen werde und Websites erstellen werde.

Was für mich auch ganz klar war, dass ich nicht für Unternehmen arbeiten möchte und professionelle Webauftritte für Menschen machen möchte, die sich eine Agentur nicht leisten können. Das war alles und so startete ich.

Relativ schnell merkte ich, dass ich immer wieder Anfragen von Leuten erhielt, die nicht zu mir passten. Ich verfeinerte meine Liste, was ich nicht mehr wollte. Auch telefonisch immer erreichbar sein, das hab ich unglaublich schnell abgestellt. Wenn du nur noch alleine bist und du viele Besprechungen oder Programmierarbeiten hast, sind Unterbrechungen viel zu belastend - zu mindest für mich. So habe ich die Kunden eher verärgert, wenn ich nicht den Höher abgenommen habe. So wusste ich, dass ich meine Telefonnummer nicht mehr weitergeben werde und bei mir Termine für Telefonate gemacht werden mussten.

Solche Aufgaben, die ich nicht mehr tun wollte, gab es einige und mit jedem Punkt, den ich verabschiedete, wurde mein Leben leichter, die Angebote definierter und die Kundinnen glücklicher und passender zu mir.

Schreibe eine Liste

Wie du bestimmt schon bemerkt hast, bin ich ein absoluter Aufschreib-Mensch. Viele Dinge muss ich einfach von Hand aufschreiben, dass es auch in meinen Kopf angekommen ist.

Auch hier empfehle ich dir alles aufzuschreiben, was dir sofort einfällt, was du nicht mehr machen möchtest. Du kannst dir eine Liste auf dem Handy machen oder auf einem Blatt Papier. Egal was, am besten hast du es immer griffbereit. Sobald du wieder etwas machst, was dich nervt, kannst du es auf die Liste schreiben.

Was auch hilft, ist, alle deine Aufgaben durch den Tag aufzuschreiben. Nicht nur Dinge in deinem Job betreffen, Haushalt darf da nicht fehlen. Lies dir die Liste durch und streiche, was dir nur Zeit frisst und du nicht mehr machen möchtest.

Du denkst jetzt bestimmt, du kannst nicht alles streichen - Jemand muss es doch machen. Doch stimmt das wirklich? Muss es gemacht werden? Muss es so oft gemacht werden? Kannst du es anders machen oder kannst du es nicht einfach abgeben?

Passe dein Angebot an

Sobald du dir klar bist, was du in deinem Job nicht mehr machen willst, kannst du dich an dein Angebot setzen. Welche Angebote beinhalten Aufgaben, die du nicht mehr machen willst? Sind ganze Angebote Positionen, die du gar nicht mehr machen willst? Streiche alles, was du nicht mehr willst und kommuniziere es.

Gibt es Angebote, die gewisse Aufgaben von Aussen als selbstverständlich und dazugehörig angeschaut werden, die du nicht mehr machen möchtest? Sag es! Du kannst bestimmen, was deine Kunden bei dir erhalten, wie sie es erhalten und was sie nicht erhalten.

Du kannst bei dir im Angebot schreiben: “Was du bekommst” und gleich danach: “Was es nicht beinhaltet”.


Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
— Jean-Jacques Rousseau

Fazit

Du musst nicht damit beginnen zu wissen, was du willst - du kannst damit beginnen zu wissen, was du NICHT willst. Wenn du weisst, was du nicht willst, dann kannst du deinen Kunden klare Grenzen setzten. Du kannst auch Entscheidungen schneller treffen, ob du eine Anfrage annehmen willst oder nicht.


Was sind deine Gedanken:
Was machst du täglich, was du nicht willst?
Was wirst du noch heute aus deinem Angebot streichen?


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