Hobby oder Business: Was ist dein Unternehmen wirklich?


Sich mit seiner Leidenschaft selbstständig zu machen, das ist ein Ziel für viele Menschen. Das finde ich grossartig! Denn, jeder hat ein Potential in sich, das die Gesellschaft weiter voranbringen wird. Wenn wir alle gemeinsam uns verwirklichen, dann wird Grosses entstehen. Doch wie ist es mit deinem Potential? Gehst du noch deinem Hobby nach oder hast du ein ernst zunehmendes Unternehmen?

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Gerade in der Selbststädigkeit ist der Grad zwischen Hobby und Business unglaublich schmal. Vergiss nicht, wenn dein Business kein Geld generiert, dann ist es ein Hobby!

Und genau da fängt das Problem an. Wie kann ich für etwas Geld verlangen, dass ich kostenlos machen würde? Warum nicht?

Wer zahlt das Essen? Wer zahlt die Miete, die Versicherungen oder den Kaffe, wenn du dich mit Freundinnen triffst? Das alles wird mit Geld bezahlt, Geld, dass du mit deiner Leidenschaft generieren kannst.

Wie genial ist denn das, dass du für deine Leidenschaft noch bezahlt wirst?

Das Wichtigste ist, dich und dein Unternehmen wirklich ernst zu nehmen. Dass du es nicht hinunterspielst und wenn du arbeitest, arbeitest du. Wenn du im HomeOffice bist, dann ist es so, als wärst du weg. Keiner kommt in dein Büro und kann dich einfach unterbrechen. Wenn jemand Hilfe benötigt oder sonst etwas, überlege dir gut, ob du wirklich Zeit hast. Schliesslich bist du am arbeiten und hast nicht Dauerferien!

Wie kannst du einen Preis definieren?

Im klassischen Sinne - was meinen Kopf am meisten beruhigt - kannst du dir zuerst ausrechnen, was du alles für Ausgaben im Jahr hast und diese dann auf den Monat hinunter brichst. Vergiss dabei nicht das Haushaltsgeld, Friseurbesuche, Zahnarzt oder Freizeitbeschäftigungen. Dann schaust du auf dein Angebot. Was ist realistisch in einem Monat umzusetzen und auch Kunden dafür zu akquirieren. Verplane dir maximal 60% deiner Zeit, denn vergiss nicht Ferien, Puffer, Kundenakquiese oder -pflege. Du hast also die Anzahl mögliche Verkäufe und Umsetzungen pro Monat und weisst, wie viel Geld du mind. im Monat brauchst. Jetzt kannst du es dir ausrechnen:

Monatseinkommen / Anzahl Verkäufe = Preis des Angebots

Du wirst vermutlich überrascht sein, wie sehr du bis jetzt dich unter Wert verkauft hast. Mach das nicht. Du hast das nicht verdient und zu kleine Preise machen den Markt kaputt! Kunden, die diese Preise zahlen, wirst du finden. Und du wirst sehen, dass sie dich viel mehr Wertschätzen und die Arbeit viel leichter sein wird, als zuvor.

Jetzt kommt die Variante, die schwieriger ist und doch so viel kraftvoller ist.

Überlege dir, was dein Angebot für einen Wert für deine Kunden hat. Meine Arbeit schenkt Zeit. Seien wir ehrlich, alles was ich kann und tue, kann man theoretisch im Internet nachlesen. Doch meine Kundinnen wollen sich damit gar nicht erst auseinandersetzen und ihnen ist ihre Zeit unglaublich kostbar. Durch mich kommen sie schneller ans Ziel und somit schneller an Umsatz.

Was ist es bei dir? Was schenkst du deinen Kunden? Was ist das deinen Kunden wert? Werde dir ganz klar über den Wert, den dein Angebot für deine Kunden hat.

Jetzt zur Preisfindung: Geh in die Stille und frag dich im Innern, was der Preis für das Angebot sein darf und du wirst Antwort erhalten. Wenn jetzt dein Herz einen Luftsprung macht und du etwas nervös bist, dann ist es genau richtig. Wenn nicht, dann verdopple den Preis und schaue jetzt, was passiert. Sobald dein Herz einen Luftsprung macht und du positiv nervös bist, ist es genau richtig. Macht es das noch immer nicht, dann verdopple wieder. Bekommst du jedoch Panik, dann ist es zu viel.

Achtung: Panik und positive Nervös sein, haben ähnliche Symptome. Achte bitte gut darauf, ob es wirklich Panik ist oder sich einfach dein Kopf einschaltet.


Habe keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen.
— John D. Rockefeller

Fazit

Du kannst ein erfolgreiches Unternehmen führen, dass aus deiner Leidenschaft und deine Hobby entstanden ist. Doch der Schritt vom Hobby weg in Richtung ernstzunehmendes Business ist manchmal für uns selbst ein Kampf.

Bei mir war es lange so, dass ich zwar Geld eingenommen habe, aber nicht oder knapp die Fixkosten decken konnte. Ich habe mir selbst die Grenze und den Stempel “Hobby” gegeben und dass ich doch damit nicht viel verdienen kann / darf.

Es hat viel Arbeit an mir selbst gefordert, bis ich mich als Unternehmerin sehen konnte und das auch anderen zum ausstrahlen brachte. Ich war nicht ständig erreichbar oder konnte spontan weg. Natürlich erlaube ich mir das immer wieder - mitunter deshalb habe ich mich auch selbstständig gemacht. Aber auch da hat es Grenzen und ich zeige den Menschen, dass ich wirklich arbeite.


Was sind deine Gedanken:
Wie siehst du dein Unternehmen an? Als Hobby oder Business?
Vertrittst du gegen Aussen, dass du arbeitest?


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